Dienstag, 27. Juni 2017

Da passiert gerade was ...

Seit ein paar Wochen spüre ich eine ziemlich starke Unzufriedenheit in mir. Und wenn ich der Unzufriedenheit auf den Grund gehen will, schlägt meine Stimmung in Wut um. Früher habe ich sowes einfach beiseite geschoben, aber das mache ich jetzt nicht mehr.

Wo kommt diese Unzufriedenheit und diese Wut her?

Es hat eine Weile gedauert, bis ich dahinter gekommen bin, aber jetzt weiß ich es: Es kommt von meiner Arbeit. In den letzten sieben Jahren haben einige Veränderungen stattgefunden und ich mache fast nur noch organisatorisches anstatt, wie früher, Technik.

Ich habe endlich verstanden, was ich tun muss und werde meine Wut dazu nutzen, es auch umzusetzen. Das wird sicher nicht einfach, denn ich muss fast 7 Jahre Technik im meinem Bereich 'aufholen'. Das braucht Zeit, Nerven, Durchhaltevermögen und den Willen, diese Veränderungen auch durchzuziehen.

Genau an diesem Punkt scheitern ja viele, an dem Willen, Veränderungen anzugehen und diese auch durchzuhalten.

Eigenartig, aber damit hatte ich bisher eher selten Schwierigkeiten. Ich möchte nicht, dass alles so bleibt, wie es ist. Ich möchte mein Leben lang lernen. Ich möchte Veränderung! Wenn Alles immer so ist, wie es ist, was habe ich dann? Ein langweiliges Leben? Das will ich sicher nicht!

Heute habe ich einen großen und wichtigen Schritt gemacht, um mich zu verändern. Ich habe meinem Chef-Chef einen Brief geschrieben, dass ich das, was ich heute mache, nicht mehr machen will, weil es mich krank macht. Ja, auch das habe ich verstanden. Meine Arbeit ist mit verantwortlich für meine Depression, meinen Burnout, und sogar mehrfach. Es war gar nicht so einfach, diesen Brief zu schreiben. Er sollte ja nicht vorwurfsvoll sein. Es sollte klar drinnen stehen, dass ich diese Arbeit nicht mehr machen will, was ich stattdessen machen will und warum. Ich habe, so denke ich, eine Lösung gefunden.

Heute ging der Brief in die Post und ich bin total nervös und ängstlich. Was, wenn der Empfänger das ganz anders versteht, als ich es gemeint habe? Was, wenn er nicht mitgeht, was ich möchte?

Ja, dann ist es eben so! Verrückt machen hilft mir ja gerade auch nicht. Und wenn es dann soweit ist, dass ich Gegenwind bekomme, dann muss ich meine Unzufriedenheit und Wut eben gezielt einsetzen und mir einen anderen Weg ausdenken. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Ich weiß das jetzt. Mein Chef weiß es auch schon, und steht auch hinter mir. Und mein Chef-Chef weiß es auch bald.

Und dann werde ich sehen. Meistens kommt es ja ganz anders, als man sich das im Kopf ausmalt.

In diesem Sinne: Hört nicht so sehr auf euer Kopfkino, sonder öfter mal auf eure Gefühle!

LG,
Euer Axel

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